Ergebnisse + Spielbericht Herren KW 35
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Motor streicht im Pokal die Segel

Dresdner SC – FSV Motor Marienberg 3:1 (2:0)

Einen Tag zum Vergessen haben die Marienberger Fußballer im Sachsenpokal erlebt. Beim 1:3 in Dresden lief für die Erzgebirger schon vor dem Spiel einiges schief.

Für die Fußballer des FSV Motor Marienberg ist die diesjährige Reise im Sachsenpokal bereits in der 2. Runde zu Ende. Beim Landesklasse-Vertreter Dresdner SC unterlagen die Erzgebirger am Freitagabend mit 1:3 (0:2).

Den Anhängern des DSC war die Überraschung nach der Partie sogar ein kleines Freudenfeuer wert, dessen Rauch noch lange über dem spärlich beleuchteten Platz 6 des Ostrageheges hing. Auf der Gegenseite war die Stimmung nach der Pleite dagegen alles andere als freudig. „Ich konnte das noch nicht so richtig verdauen“, stellte FSV-Trainer Ronny Rother noch zwei Tage später klar.

Dabei war es nicht einmal unbedingt die Leistung seiner Elf, mit der Rother haderte: „Es gibt Tage, an denen einfach alles schief läuft.“ Bereits die Anreise sorgte staubedingt für schlechte Laune. „Wir hatten kaum Zeit, uns richtig aufzuwärmen“, so Rother. „Dementsprechend hatten wir Probleme, ins Spiel zu kommen.“ Die Gastgeber, die in der Landesklasse in drei Spielen noch kein eigenes Tor erzielen konnten, traten mutig auf und igelten sich keineswegs nur hinten ein. „Der DSC hat das gut gemacht, ist sehr bissig aufgetreten“, sagte der Marienberger. Es entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe, in der beide Seiten hin und wieder für Gefahr sorgten, zwingende Möglichkeiten aber rar gesät blieben. Die Führung für die Dresdner kam daher etwas überraschend: Über die Außen ging es schnell, den ersten Schuss von Hänisch aus spitzem Winkel konnte Sandro Breitfeld noch abwehren, gegen den Nachschuss von Franz Rösner (30.) war auch er machtlos. Ein Wecksignal für die Erzgebirger, die durch Kevin Werner und Kenny Schmidt zu Chancen kamen, aber nicht trafen. Besser machten es dagegen erneut die Gastgeber, die nach einem schnellen Außenlauf durch Robert Thomas mit dem Pausenpfiff auf 2:0 erhöhten.

Mit dem Wiederanpfiff übernahm Motor das Kommando, ohne dabei aber spielerisch zu überzeugen. „Wir haben zwar keine gute Partie gezeigt, waren im zweiten Abschnitt aber dennoch spielbestimmend und hatten unsere Chanen“, so Ronny Rother. Eine davon nutzte Kapitän Norman Fischer (61.), der eine Flanke von Werner vor DSC-Torwart Ralph Schouppe erreichte und zum Anschluss einköpfte. Wer nun einen Sturmlauf des Landesligisten erwartete, sah sich jedoch getäuscht, denn der Motor-Elf fehlten gegen eine leidenschaftlich verteidigende DSC-Mannschaft „die Mittel und Ideen“, wie Rother sagte. „Man hat dann auch gemerkt, dass wir in dieser Woche zweimal hart trainiert haben und den Fokus auf das Läuferische gelegt haben.“ Da half es auch nicht, dass die Marienberger die letzte Viertelstunde in Unterzahl spielen mussten, da sich Kenny Schmidt die Ampelkarte wegen Meckerns abholte – bereits im ersten Abschnitt kassierte der ehemalige CFC- und Aue-Profi die Verwarnung aufgrund lautstarker Kritik am Unparteiischen. „Das hat uns nicht in die Karten gespielt“, gibt Rother zu, der aber zugleich den Unparteiischen kritisiert. „Er hat ganz normal gefragt, warum der Schiri den Vorteil abpfeift. Anscheinend musste der in dem Moment aber unbedingt zeigen, dass er der Chef ist.“ Die Verwarnung sei eine Fehlentscheidung gewesen, die aber ins Bild des Unparteiischen gepasst habe. „Dass so heftig in eine Richtung gepfiffen wird, habe ich lange nicht erlebt. Er war völlig beratungsresistent und hat jede Nachfrage als Kritik aufgefasst.“

Dass den Gastgebern damit mehr Räume zur Verfügung standen, sei die logische Folge gewesen, so Rother. „Sie haben uns dann einfach perfekt ausgekontert.“ Breitfeld blieb im Eins-gegen-Eins gegen Pascal Hänisch zunächst zwar Sieger, im zweiten Direktduell hatte er aber das Nachsehen (81.) – 3:1 für die Dresdner, die in den letzten Minuten den überraschenden Erfolg eindrucksvoll verteidigten.

Und dennoch: Sauer ist der Marienberger Coach nicht auf seine Mannschaft. „Das Problem war nicht der Einsatz oder der Wille“, so Rother. „Die Mannschaft hat alles reingehauen, sich nie aufgegeben und Chancen erspielt. Das ist aller Ehren wert.“ Natürlich sei das Ausscheiden ärgerlich, aber: „Wir nehmen auch einiges mit aus diesem Spiel.“ Nun gelte der Fokus wieder der Sachsenliga und dem kommenden Spiel gegen Großenhain.

Marienberg: Breitfeld; Gerlach, Gottschalk, Rösch, Schröter (46. Schreiter), Richter, Ruttloff (46. Otto), Werner, Flade, Schmidt, Fischer; Z: 202; T: 1:0 Rösner (30.), 2:0 Thomas (45.), 2:1 Fischer (61.), 3:1 Hänisch (81.)

Quelle: Freie Presse, Marienberger Zeitung, 06.09.2021

Hier gehts zur Übersicht mit allen Ergebnissen der 2. Runde im Wernesgrüner-Sachsenpokal auf fussball.de


Neustädtler SV – FSV Motor Marienberg II 2:3 (2:1)

Die Differenz von einem Treffer brachte FSV Motor Marienberg 2 gegen den Neustädtler SV den Dreier. Das Match endete mit 3:2. Beobachter hatten beiden Mannschaften im Vorfeld gleich gute Siegchancen eingeräumt – doch nur eine wusste sich knapp durchzusetzen.

David Otto brachte den Neustädtler SV in der 22. Minute nach vorn. Nach nur 22 Minuten verließ David Heiden von Heimteam das Feld, Johann Voigt kam in die Partie. In der 36. Minute verwandelte Ronny Höfer vor 100 Zuschauern einen Elfmeter zum 1:1 für FSV Motor Marienberg 2. Ein Tor auf Seiten des Neustädtler SV machte zur Pause den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften aus. Die Elf von Trainer Markus Kolbe musste den Treffer von Ishaaq Tizro Pirbazari zum 2:2 hinnehmen (60.). Zum spielentscheidenden Akteur avancierte Florian Günther, der mit seinem Treffer in der 90. Minute die späte Führung von FSV Motor Marienberg 2 sicherstellte. Mit dem Schlusspfiff durch Referee Uwe Meyer stand der Auswärtsdreier für die Gäste. Der Neustädtler SV wurde mit 3:2 besiegt.

Bei FSV Motor Marienberg 2 präsentierte sich die Abwehr angesichts acht Gegentreffer immer wieder wackelig. Allerdings traf die Offensive dafür auch gerne ins gegnerische Tor (10). Der Sieg hatte Auswirkungen auf die Tabelle, wo die Mannschaft von Trainer Rene Grandner nun auf dem fünften Platz steht. FSV Motor Marienberg 2 verbuchte insgesamt zwei Siege, ein Remis und eine Niederlage.

Marienberg: J. Günther; Graubner, Matthes (81. Rockstroh), F. Günther, K. Grenda (85. Weschke), Frister, Richter, Küchler (90. Kraus), Pirbazari, Hauser, Höfer; SR: Meyer; Z: 100; T: 1:0 Otto (22.), 1:1 Höfer (36./FE), 2:1 Schürer (42./FE), 2:2 Pirbazari (60.), 2:3 F. Günther (90.)

Quelle: FUSSBALL.DE, 05.09.2021

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